Produktionsplanung mit SAP Business One: Fertigungsaufträge sinnvoll ergänzen statt ERP ersetzen

Produktionsplanung mit SAP Business One: Das ERP behalten, die operative Planung verbessern.

SAP Business One ist in vielen kleinen und mittelständischen Fertigungsbetrieben das führende System für Stammdaten, Aufträge, Lager und Buchhaltung. Artikel, Kunden, Fertigungsaufträge und Bestellungen sind dort zuverlässig abgebildet.

Trotzdem sieht der Alltag in der Werkstatt oft anders aus. Fertigungsaufträge werden aus SAP Business One exportiert, in Excel weiterverarbeitet und von Hand auf Maschinen und Kalenderwochen verteilt. Wer wann welche Maschine belegt, weiß meist nur eine einzelne Person im Kopf.

Das liegt nicht daran, dass SAP Business One schlecht wäre. Es liegt daran, dass ein ERP-System auf Auftragsverwaltung ausgelegt ist – nicht auf die minutengenaue Belegung einzelner Maschinen, Rüstzeiten und Reihenfolgen.

Warum SAP Business One allein die Fertigungsplanung nicht löst

SAP Business One verwaltet zuverlässig, was ein Fertigungsauftrag ist, welcher Kunde ihn ausgelöst hat und welche Menge benötigt wird. Für die tatsächliche Planung in der Produktion fehlen aber typischerweise Antworten auf Fragen wie:

Auf welcher Maschine kann ein Artikel überhaupt gefertigt werden? Welche Maschine ist im gewünschten Zeitraum schon belegt? Wie lange dauern Rüsten, Fertigung und Nachbearbeitung tatsächlich? Welche Restmenge ist noch offen? Welcher Auftrag muss wegen eines nahenden Liefertermins vorgezogen werden?

Diese Informationen entstehen im laufenden Betrieb – nicht in den Stammdaten des ERP. Deshalb landen sie in den meisten Betrieben in einer zusätzlichen Excel-Tabelle, die anfangs gut funktioniert und mit wachsender Auftragszahl zunehmend unübersichtlich wird.

Welche Daten aus SAP Business One für die Produktionsplanung zählen

Für eine ergänzende Planung muss nicht das gesamte SAP-System angebunden werden. Ein strukturierter Export der relevanten Fertigungsaufträge reicht meist aus, etwa mit folgenden Feldern: Fertigungsauftragsnummer, Artikelnummer und -bezeichnung, Kunde, Auftragsmenge, bereits gefertigte Menge, offene Restmenge, gewünschter Liefertermin und Auftragsstatus.

Welche Felder im Detail zur Verfügung stehen, hängt von der jeweiligen SAP-Business-One-Konfiguration ab. Entscheidend ist nicht ein perfekt standardisierter Export, sondern dass die vorhandenen Felder einmalig korrekt zugeordnet werden.

Fertigungsaufträge übernehmen – per CSV oder Schnittstelle

Der pragmatischste Einstieg ist ein CSV-Export aus SAP Business One, der in die Produktionsplanung importiert wird. Neue Fertigungsaufträge werden ergänzt, bestehende aktualisiert – ganz ohne doppelte manuelle Eingabe von Artikeln, Mengen und Terminen.

SAP Business One bleibt dabei das führende System für Aufträge und Kaufmännisches. Die ergänzende Planungssoftware übernimmt ausschließlich das, was im Tagesgeschäft der Fertigung gebraucht wird: Reihenfolge der Aufträge, Zuordnung zu Maschinen, Kapazitätsprüfung, Darstellung der Maschinenbelegung und frühzeitige Erkennung kritischer Liefertermine.

Stammdaten machen aus der Auftragsliste einen echten Produktionsplan

Eine Liste von Fertigungsaufträgen weiß für sich genommen nicht, wie ein Artikel produziert wird. Erst die Verknüpfung mit betrieblichen Stammdaten macht daraus eine belastbare Planung: welche Maschinen für einen Artikel infrage kommen, wie viel Leistung pro Stunde oder Schicht erreicht wird, wie lange Rüstvorgänge dauern, welche weiteren Schritte wie Prüfung oder Versandvorbereitung folgen, und welche Kapazitäten in den jeweiligen Schichten zur Verfügung stehen.

Praxisbeispiel

Ein Kunde ruft an und möchte kurzfristig 3.000 Stück eines laufenden Artikels bestellen. In SAP Business One lässt sich der Auftrag sofort anlegen. Ob der gewünschte Liefertermin realistisch ist, hängt aber davon ab, welche Maschine dafür infrage kommt, wann sie frei wird, welche Aufträge bereits Vorrang haben und wie viel Zeit Rüsten und Nachbearbeitung zusätzlich beanspruchen.

Mit einer zentralen Produktionsplanung lässt sich diese Frage in Minuten statt nach mehreren Rückfragen beantworten.

Wie Plantrieb SAP Business One ergänzt

Plantrieb übernimmt Fertigungsaufträge aus einem abgestimmten Export aus SAP Business One und führt sie mit den betrieblichen Planungsdaten zusammen: Maschinen und Alternativmaschinen, Produktionsleistungen, Rüstzeiten, zusätzliche Arbeitsschritte, Schichten und Kapazitäten sowie manuelle Prioritäten. Daraus entsteht eine zentrale Übersicht über Maschinenbelegung und realistische Fertigstellungstermine – automatisch berechnet und jederzeit manuell anpassbar, etwa bei Eilaufträgen oder Maschinenausfällen.

Für welche Betriebe sich die Ergänzung lohnt

Besonders interessant ist eine ergänzende Planung, wenn Fertigungsaufträge aus SAP Business One regelmäßig nach Excel kopiert werden, die Maschinenbelegung nur eine einzelne Person wirklich überblickt, Liefertermine erst nach mehreren Rückfragen zugesagt werden können oder ein vollständiger ERP-Wechsel schlicht unverhältnismäßig wäre.

Fazit

SAP Business One verwaltet Aufträge, Artikel und Kaufmännisches zuverlässig. Für die tägliche Steuerung der Fertigung braucht es zusätzlich eine Verbindung zu Maschinen, Kapazitäten und Rüstzeiten – dafür ist kein neues ERP nötig. Plantrieb nutzt vorhandene SAP-Business-One-Daten und macht daraus eine übersichtliche, jederzeit aktuelle Maschinen- und Auftragsplanung.

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Weitere Informationen:
Datenschutz bei Stripe.

15. Plantrieb-Kundenkonto und Anwendung

Bei Einrichtung und Nutzung einer Plantrieb-Instanz verarbeiten wir insbesondere:

  • Unternehmens- und Ansprechpartnerdaten,
  • Benutzernamen, geschäftliche E-Mail-Adressen, Rollen und Berechtigungen,
  • Login-, Sicherheits-, Fehler- und Supportdaten,
  • Vertrags-, Abrechnungs- und Kommunikationsdaten,
  • importierte Artikel-, Maschinen-, Auftrags-, Kunden- und Produktionsdaten,
  • Planungsänderungen und erzeugte Planungsergebnisse.

Jeder Kunde erhält grundsätzlich eine eigene Serverinstanz und eine eigene Datenbank.
Daten werden bei der Übertragung über HTTPS/TLS verschlüsselt. Passwörter werden mit
sicheren Einweg-Hashverfahren gespeichert und nicht im Klartext abgelegt. Die übrigen
Anwendungsdaten sind derzeit nicht zusätzlich auf Anwendungsebene verschlüsselt.

Ein administrativer Zugriff auf Kundendaten erfolgt nur, wenn dies zur Bearbeitung eines
Supportfalls erforderlich und vom Kunden veranlasst oder freigegeben ist. Eine
Zwei-Faktor-Authentifizierung und ein eigenes Protokoll aller Supportzugriffe sind
derzeit nicht Bestandteil der Standardversion.

Login- und Sicherheitsprotokolle werden regelmäßig 30 Tage, Fehlerprotokolle 14 Tage
gespeichert. Backups werden täglich erstellt und regulär fünf Tage aufbewahrt.
Wiederherstellungstests finden monatlich statt.

Nach Vertragsende können Kunden innerhalb von 30 Tagen einen Standardexport anfordern.
Produktivdaten werden grundsätzlich innerhalb von 30 Tagen gelöscht. Daten können in
Sicherungen bis zum turnusmäßigen Überschreiben, spätestens jedoch 30 Tage nach der
Löschung der Produktivdaten, enthalten sein.

16. Auftragsverarbeitung

Soweit Plantrieb personenbezogene Daten im Auftrag eines Kunden verarbeitet, ist der
jeweilige Kunde Verantwortlicher und Matthias Böhme als Anbieter von Plantrieb
Auftragsverarbeiter. Vor Beginn dieser Verarbeitung wird eine Vereinbarung gemäß
Art. 28 DSGVO geschlossen.

17. Empfänger und Drittlandübermittlungen

Mögliche Empfänger personenbezogener Daten sind insbesondere:

  • STRATO für Hosting, Server, Backups und E-Mail,
  • Google im Rahmen von Analytics, Search Console, Fonts und YouTube,
  • Automattic/Akismet zur Spamprüfung,
  • Rank Math im Rahmen des aktivierten anonymen Nutzungstrackings,
  • Stripe für Abrechnung und Zahlungsabwicklung,
  • Behörden und Gerichte bei gesetzlicher Verpflichtung.

Bei Anbietern mit Sitz oder Unterauftragnehmern außerhalb des Europäischen
Wirtschaftsraums kann eine Drittlandübermittlung stattfinden. Diese erfolgt nur unter
den Voraussetzungen der Art. 44 ff. DSGVO.

18. Speicherdauer

Personenbezogene Daten werden nur so lange gespeichert, wie dies für den jeweiligen
Zweck erforderlich ist oder gesetzliche Aufbewahrungspflichten bestehen. Konkrete
Fristen sind in den jeweiligen Abschnitten genannt. Handels- und steuerrechtlich
relevante Unterlagen werden entsprechend den gesetzlichen Fristen aufbewahrt.

19. Rechte betroffener Personen

Nach Maßgabe der gesetzlichen Voraussetzungen bestehen insbesondere folgende Rechte:

  • Auskunft, Berichtigung und Löschung,
  • Einschränkung der Verarbeitung,
  • Datenübertragbarkeit,
  • Widerspruch gegen Verarbeitungen auf Grundlage berechtigter Interessen,
  • Widerruf erteilter Einwilligungen mit Wirkung für die Zukunft.

Zur Ausübung deiner Rechte genügt eine Nachricht an info@plantrieb.de.

20. Beschwerderecht

Du hast das Recht, dich bei einer Datenschutzaufsichtsbehörde zu beschweren. Für
nicht-öffentliche Unternehmen mit Sitz in Bayern ist grundsätzlich zuständig:

Bayerisches Landesamt für Datenschutzaufsicht (BayLDA)
Promenade 18
91522 Ansbach

21. Automatisierte Planungsvorschläge

Plantrieb kann automatisierte Vorschläge anhand von Aufträgen, Stammdaten, Prioritäten
und Kapazitäten erzeugen. Diese Vorschläge stellen grundsätzlich keine ausschließlich
automatisierte Entscheidung mit rechtlicher oder vergleichbar erheblicher Wirkung
gegenüber natürlichen Personen im Sinne des Art. 22 DSGVO dar. Prüfung, Freigabe und
betriebliche Umsetzung verbleiben beim Kunden.

22. Aktualisierung

Wir passen diese Datenschutzerklärung an, wenn sich Dienste, technische Abläufe oder
rechtliche Anforderungen ändern.

Stand: 22. Juni 2026